BSH

Weiterbildung zum Siebdruckmeister/-in

Der Meisterbrief ist das Qualitäts- und Gütesiegel für Produkte und Leistungen des Handwerks. Wer einen Handwerksbetrieb führen und Lehrlinge ausbilden möchte, kann die handwerkliche Meisterprüfung ablegen. Mit dem Meisterbrief weisen Handwerker gegenüber ihren Kunden aus, dass sie können, was sie anbieten. „Meister wissen wie's geht!“ – unter diesem Motto steht auch eine Kampagne des deutschen Handwerks, mit der Betriebe und Organisationen für das Know-how von Deutschlands Meisterbetrieben werben

Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung ist eine einschlägige Berufsausbildung im Siebdrucker-Handwerk und eine mehrjährige Praxis. Meisterprüfungen werden von Zentralen Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Rhein/Main in Frankfurt abgenommen.

Meister im Siebdrucker-Handwerk

Der Meisterbrief ist das Qualitäts- und Gütesiegel für Produkte und Leistungen des Siebdrucker-Handwerks. Wer einen Handwerksbetrieb führen und Lehrlinge ausbilden möchte, kann die handwerkliche Meisterprüfung ablegen. Mit dem Meisterbrief weisen Handwerker gegenüber ihren Kunden aus, dass sie können, was sie anbieten.

Die Meisterprüfung gliedert sich in 4 selbständige Prüfungsteile:
Teil I Fachpraxis Siebdruck
Teil II Fachtheorie Siebdruck
Teil III Wirtschafts- und Rechtskunde
Teil IV Berufs- und Arbeitspädagogik

Die fachspezifischen Meisterprüfungsteile I und II werden von Zentralen Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Rhein/Main mit Sitz in Frankfurt abgenommen. Die Prüfungsteile III und IV sind nicht Gewerksspezifisch und können an der jeweils zuständigen Handwerkskammer abgelegt werden. Die einzelnen Teile der Meisterprüfung können in beliebiger Reihenfolge zu verschiedenen Prüfungsterminen absolviert werden. Sind alle vier Teile bestanden, darf der Meisterprüfling die Bezeichnung Siebdruckermeister führen

Zur Meisterprüfung im Siebdrucker-Handwerk wird zuzulassen, wer eine Gesellenprüfung im Siebdrucker-Handwerk bestanden hat. Über Ausnahmen entscheidet die zuständige Handwerkskammer auf Antrag.

Fachliche Meisterprüfungsteile I und II gesetzlich neu geregelt

Am 05. September 2006 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die neue Meisterprüfungsverordnung für das Siebdrucker-Handwerk verabschiedet. Sie trat am 1. Dezember 2006 in Kraft. Das neue Meisterprüfungsberufsbild berücksichtigt alle Neuerungen, die sich durch die Änderungen des Handwerksrechts ergeben haben.

Inhaltlich orientiert sich die Struktur an dem Workflow einer Siebdruckerei. Besonders hervorzuheben ist das neue Meisterprüfungsprojekt, das aus Planungs-, Durchführungs- und Dokumentationsarbeiten besteht. Dabei ist auf der Grundlage von Kundenvorgaben eine Projektplanung zu erstellen. Hieraus ist ein mehrfarbiges Siebdruckprodukt unter Einbeziehung der Siebdruckvorstufe, der Siebdruckformherstellung und der Weiterverarbeitung zu entwerfen, zu kalkulieren und herzustellen. Die siebdruckspezifischen Besonderheiten wie Bogen-, Rollen-, Körper-, Textil- oder Glassiebdruck sowie technischer oder keramischer Siebdruck sind zu berücksichtigen.

Ferner sind in Form von Situationsaufgaben folgende Arbeiten auszuführen:

  1. Kopiervorlagen für die Siebdruckformherstellung anfertigen und Qualität durch Prüfdrucke bewerten,
  2. Druckprodukt erstellen und Druckergebnis im Druckprozess nach Qualitätsstandards messen, kontrollieren und optimieren.

Neben diesen praktisch orientierten Prüfungsteilen werden in der Theorie die Handlungsfelder Siebdrucktechnik, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und Betriebsorganisation geprüft.

Termin für die nächsten Prüfungen der Teile I und II

Den Termin des nächsten Vorbereitungslehrgangs mit anschließender Prüfung für die Teile I und II finden Sie HIER. Voranmeldungen zur nächsten Prüfung nimmt die BSH-Geschäftsstelle entgegen:

Bundesinnung für das Siebdrucker-Handwerk
Biebricher Allee 79
65187 Wiesbaden
Tel. (06 11) 80 31 15
Fax (06 11) 80 31 17
E-Mail

Förderungsmöglichkeiten: Das neue Meister-BAföG

Mit dem neuen Meister-BAföG haben sich die Fort- und Weiterbildungsbedingungen deutlich verbessert. Von dem ausgeweiteten Förderanspruch und den Darlehensverbesserungen, die zum 1. Juli 2009 in Kraft getreten sind, profitieren vor allem Familien sowie Alleinerziehende mit Kind, Existenzgründer und fortbildungswillige Migranten. Die Handwerksorganisation hatte sich intensiv für diese Verbesserung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) stark gemacht. Allein in den kommenden vier Jahren investieren Bund und Länder nun etwa 272 Millionen zusätzlich in die Fortbildungsförderung.

Wer hat Anspruch auf Förderung?

Förderungsberechtigt sind deutsche Staatsbürger und Personen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller eine anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss hat. Eine Altersgrenze besteht nicht.

Ausländer mit festem Wohnsitz in Deutschland können ebenfalls Förderung erhalten. Neu ist, dass seit 1. Juli 2009 Migranten auch dann gefördert werden, wenn sie im Vorfeld nicht berufstätig waren. Ausschlaggebend ist nur noch ihre dauerhafte Bleibeperspektive in Deutschland.

Welche Fortbildungsmaßnahmen werden gefördert?

Förderungsfähig sind in erster Linie Aufstiegsfortbildungen, die auf öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfungen nach Handwerksordnung (HwO), Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder vergleichbare Prüfungen vorbereiten und mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Darunter fallen etwa Fortbildungen zum Handwerks- oder Industriemeister, Techniker, Betriebswirt oder andere vergleichbare Qualifikationen.

Zudem besteht mit dem neuen Meister-BAföG auch ein Rechtsanspruch auf Förderung, wenn bereits eine selbstfinanzierte Fortbildung absolviert wurde. Bislang wurde nur die erste Aufstiegsfortbildung gefördert.

Wie hoch ist die Förderung?

Das AFBG sieht einen Beitrag zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und den Kosten des Prüfungsstücks vor. Bei Vollzeitmaßnahmen können zudem eigene Unterhaltskosten und Unterhaltskosten für Ehepartner und Kinder gefördert werden. Die Förderung wird einkommens- und vermögensabhängig gewährt. Über Art und Höhe des Förderanspruchs entscheiden von den Ländern bestimmte Behörden. Das Darlehen selbst wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausgezahlt.

Wie profitieren Fortbildungswillige mit Kind?

Für jedes Kind erhalten Fortbildungswillige zusätzlich 210 Euro monatlich zum Unterhaltsbeitrag (bislang 179 Euro). Der Betrag wird zu 50 Prozent als Zuschuss gewährt, das heißt er ist nur noch zur Hälfte rückzahlungspflichtig. Für Alleinerziehende wird ein Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro pro Monat und Kind unter 10 Jahren als Zuschuss gegeben.

Neu ist, dass der Unterhaltsbeitrag und Kinderzuschlag auch während der Prüfungsvorbereitungsphase von bis zu drei Monaten als Darlehen gewährt wird.

Wie zahlt sich der erfolgreiche Prüfungsabschluss aus?

Neben dem persönlichen Qualifizierungsanreiz schaffen die neuen Förderungsregelungen eine zusätzliche Motivation zum Weiterbildungsabschluss: Erfolgreichen Prüfungsteilnehmern werden als Leistungsanreiz 25 Prozent des Restdarlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.

Wie können Existenzgründer zusätzlich profitieren?

Mit dem neuen Meister-BAföG zahlt sich Existenzgründer noch mehr aus: Wer als Existenzgründer einen Mitarbeiter oder Auszubildenden einstellt, wird mit einem Darlehensteilerlass von 33 Prozent belohnt. Der Erlass verdoppelt sich für einen weiteren Beschäftigten. Bislang gab es erst ab zwei Einstellungen einen Darlehenserlass.

Wann und wo ist der Antrag zu stellen?

Anträge auf Meister-BAföG sind im Regelfall bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnsitz des Antragsstellers zu stellen. Der Förderantrag sollte dort rechtzeitig vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme eingehen. Denn die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab Maßnahmebeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Spätestens muss eine Förderung bis zum Ende der Fortbildungsmaßnahme beantragt werden. Bei selbständigen Fortbildungsabschnitten gilt das Ende des jeweiligen Abschnittes.

Wer hilft weiter?

Die Berater in den Handwerkskammern helfen bei allen Fragen rund um Weiterbildungsangebote und Fördermöglichkeiten gerne weiter. Zusätzliche Informationen zum Meister-BAföG bietet zudem die Internetseite www.meister-bafoeg.info.

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