BSH
Siebdruck Lexikon
Abwasserverordnung

Die Abwasserverordnung definiert in über 50 Anhängen für verschiedenste Herkunftsbereiche die Bedingungen, nach denen eine Einleitgenehmigung für Abwässer erteilt wird. Diese Bedingungen orientieren sich an §7a des Wasserhaushaltsgesetzes, wonach für die Einleitung von Abwasser nur dann eine Genehmigung zu erteilen ist, wenn die Schadstofffracht des Abwassers so gering gehalten wird, wie dies bei Einhaltung der jeweils in Betracht kommenden Verfahren nach dem Stand der Technik möglich ist. Für Druckereien regelt der Anhang 53 das Einleiten von Abwasser aus fotografischen Prozessen. Danach müssen Betriebe ab einem jährlichen Verbrauch von 3.000 m2 Film- und Papiermaterial eine Silberfracht von 50 mg/m2 einhalten, ab 30.000 m2 sogar von 30 mg/m2. Die Einhaltung der Grenzwerte ist bei kleineren Betrieben durch die Fixierbadentsilberung, bei den größeren zusätzlich durch die Behandlung der Spülwässer z.B. mit Ionenaustauschern zu erreichen. Der Anhang 56 „Druckereiabwässer“ soll die Einleitbedingungen und die Behandlung von Abwasser aus Druckereien erstmals bundeseinheitlich regeln. Mit einem Inkrafttreten ist im Laufe des Jahres 2000 zu rechnen.

 
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Autor Torben Thorn
Erstellt 06.08.2010, 16:09
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